Kaum zu glauben - aber wahr
Fußballgott schmeißt wütend um sich und trifft nur Caro
Mehr ging nicht am vergangenen Freitag-Abend beim Lütten Didi in Strudden.
Der TSV hätte das Spiel gerne verlegt, weil schon weit vorher klar war, dass die Personallage angespannt sein würde. Aber: einer Verlegung wurde nicht zugestimmt, und so musste die Jüngsten des TSV mit anreisen – und sie machten ihre Sache gut.
Die arg gebeutelten TSV´ler mussten an diesem Abend fortlaufend zeigen, wie widerstandsfähig sie sein können:
Aufwärmen: Keeper Deeke Becker muss wegen der Personalsorgen ins Feld; 1b-Keeper Tim(bo) Rabenstein hütet erneut das Tor und bekommt beim Abschlussschiessen einen Ball unglücklich Richtung Körper und verletzt sich beim Abrollen. Aber er beißt sich in die Begegnung.
2 min: ein langer Ball wird vom ebenfalls verletzt in die Partie gestarteten Hilde unterlaufen; Strudden marschiert aufs Tor; Keeper Tim kommt zu spät; Folge: berechtigter Strafstoß; Tor im Nachschuss, nachdem Tim den Ball zunächst stark abwehrt.
Caro lässt sich jedoch nicht beeindrucken und ackerte sich in die Partie; zwei riesige Torchancen von Henke (alleinstehend, knapp rechts vorbei) und Hakvoort (Heber über den Keeper, aber knapp links vorbei) finden leider nicht den Weg ins Tor;
Der Fußballgott hatte wohl nichts zu tun an diesem Abend, denn er machte froh und munter weiter:
nach einem Foul von Blischke wischt dieser den Ball mit der Hand rückwärts zurück an den Ort des Geschehens– völlig unbeabsichtigt trifft er einen Struddener leicht am Kopf, der sich daraufhin theatralisch fallen lässt, und sich gefühlt auf dem Rasen bis nach Etzel rollt. Der Schiedsrichter verfolgt dies aus dem Augenwinkel und zeigt eine glatt rote Karte.
Man kann sich vorstellen: das löste nicht nur stilles Kopfschütteln an der Seitenline aus. Eine klare und völlig unberechtigte Benachteiligung, die auch vom neutralen Zuschauer nur belächelt wurde. Das half aber alles nix.
Zu allem Unglück trifft Strudden in der Folgeaktion bei einem Flankenversuch, der verunglückt im langen Winkel landete. Sah schön aus, aber beabsichtigt war das vielleicht dann doch nicht so ganz.
Spätestens jetzt war klar: mehr Pech geht nicht.
Nein? Doch !!!
Caro machte mutig weiter und war auch zu zehnt die bessere Mannschaft. Der nächste Nackenschlag lässt aber nicht lange auf sich warten:
Haki muss verletzt ausscheiden, und Kapitän Hilde bleibt ebenfalls angeschlagen in der Kabine.
Nach der Pause verletzt sich der nach innen gerückte Klaas Wolken nach einem Pferdekuss – auch er beißt sich durch, obwohl er minutenlang gar nicht richtig auftreten kann. Die Alternativen auf der Bank waren uns aber auch längst ausgegangen - Eis-Spray drauf - muss weitergehen.
In der Zwischenzeit hatte Mika Stafforst per Strafstoß den Anschlusstreffer erzielt und er hatte die Chance zu Ausgleich, scheitert aber erst per erneutem Strafstoß am stark reagierenden Strudden-Keeper und verletzte sich kurze Zeit später bei einem Kopfballduell so schwer im Gesicht dass er nun in Oldenburg operiert werden muss. Nicht zu fassen. Gute Besserung Mika-Maschine !!
Mehr geht nicht ? Doch!!!
Caro bleibt am Drücker und scheitert erneut mit einer riesigen Torchance – Strudden rettet auf der Linie.
Nun war es gut. Der Fußballgott hatte ein Einsehen, oder die Munition war ihm einfach ausgegangen – man weiß es nicht.
letztes aber wichtiges Highlight:
ein versöhnliche Ende besorgt Max Henke, als er sich mit einer feinen Einzelleistung zum 2:2 durchtankt und damit den hochverdienten Ausgleich für die auf Reserve laufenden Roten aus Caro markiert.
Endstand : Tus Strudden II – TSV Jahn Carolinensiel 2:2
Großer Jubel und Genugtuung für die starke Leistung unserer starken Jungs. Dieser Punkt ist unter diesen schwierigen Bedingungen ein Punktgewinn und hoffentlich ein Moral-Boost.