Prellball

  • März bis Okt.: Donnerstag 19:30 – 21:00 Uhr
  • Nov. bis Feb.: Sonntag 10:00 – 11:30 Uhr
  • Ansprechpartner: Gottfried Hillerns
  • Telefon: 04464/460
hinten von links: Matthias Janssen, Georg Doden, Jan Hillerns, Enno Mittag, Jan Focken, Heiko Hinrichs,Thomas Meents, Falko Janssen, vorne von links: Jan Markgraf, Hans-Werner Budnick, Gottfried Hillerns, Hermann Cornelius, Günther Graalmann, Eike Ulfers Es fehlen: Carl Georg Hillerns, Kai Graalmann & Werner Fink

1978 trat zum ersten Mal eine Mannschaft des TSV „Jahn“ bei einem Prellballturnier an. Dabei liegen die Anfänge dieses alten Turnspiels schon einige Jahre vorher, denn es war zu der Zeit durchaus üblich, das zum Abschluss einer Turnstunde ein Ball über eine umgedrehte Turnbank durch Prellen hin- und hergespielt wurde. Daraus entwickelte sich dann das Wettkampfspiel Prellball mit einfachen Spielregeln, einer ausgefeilten Technik und Taktik und rasanten Ballwechseln. Gottfried Hillerns hatte das Spiel so beim TUS Iserlohn kennengelernt und bei seinen Turngruppen im TSV nach und nach eingeführt. Dann wurde der Vergleich gesucht, und beim Turnier des Deutschen Turnfestes in Hannover 1978 fanden die ersten Spiele unter Wettkampfbedingungen statt. Georg Doden, Bernhard Jürgens, Martin Menking, Carl-Georg Hillerns und Gottfried Hillerns erlebten tolle Spiele, hatten aber keine Chance gegen Mannschaften der Prellballhochburgen Kirchdorf, Viersen und Elgershausen. Die Stimmung schwankte zwischen Frust und Begeisterung, wobei letzten Endes die Begeisterung überwog und man Blut geleckt hatte.


So wurden in Hannover erste Kontakte zu Vereinen aus der Region, mit dem TUS Oestringen und TV Leer, geknüpft. 1979 standen erste Pokalturniere in Leer und Ihrhove auf dem Programm und im Herbst begannen die Rundenspiele/ Meister-schaftsspiele im Bereich Ostfriesland. Die Spiele fanden jeweils am Sonntag statt und es war normal, dass morgens um 8 Uhr der erste Ball rollte, und zwar in Leer, Emden, Hinte oder Ihrhove! Um solch lange Anfahrten zu den Spielorten zu minimieren wurden auch schon mal Spieltage in Wittmund in der BBS Halle organisiert. Allmählich stellte sich der Erfolg ein und nach einer schlechten Saison 82/83 wurde mit einer Siegesserie im darauffolgenden Jahr der direkte Wiederaufstieg in die Kreisliga Ostfriesland geschafft.

Nach der Saison 86/87 schloss man sich mit inzwischen 2 Mannschaften der Prellball Kreisgruppe Oldenburg-Ammerland an. Zu dem Zeitpunkt hatten sich bereits Hermann Cornelius und Werner Fink (beide seit 1979), Karl-Heinz Eiben, Hans-Werner Budnik und Günther Graalmann als weitere Spieler etabliert. Jetzt waren Oldenburg, Rostrup und Westerstede die nächstgelegenen Spielorte. Nach wechseln-den Erfolgen wurde die Teilnahme an den Punktspielen mit Ablauf der Saison 91/92 eingestellt. In all diesen Jahren wurden neben dem Punktspielbetrieb zahlreiche Tur-niere gespielt und alle Turnfeste besucht. Herausragende Veranstaltun-gen waren zu der Zeit die Prellballturniere des TV Leer und des VfL Oldenburg, in der näheren Umgebung das Muttertagsturnier in Oestringen und das Bentlage-Turnier in Wies-moor sowie ab 1991 das Pokalturnier in Hohenkirchen. Überall waren die Prellballer des TSV „Jahn“ mehr oder weniger erfolgreich dabei.

Trainiert wurde am Sonntagvormittag in der damals noch kleinen Turnhalle und in Ermangelung eines originalen Spielfeldes wurde anfangs mit „gedachtn“ Spielfeldlinien gespielt!

Im Rahmen des Vereinsjubiläums 125 Jahre TSV „Jahn“ wurde 1988 ein eigenes Pokalturnier ins Leben gerufen. Mit Spielen Jeder-gegen-Jeden (der TSV mit 2 Mannschaften, TUS Oestringen, MTV Hohenkirchen und TG Wiesmoor) wurde ein Pokal ausgespielt und anschließend im damals noch kleinen Clubraum ordentlich gefeiert. Dieses Pokalturnier gibt es noch heute und findet alljährlich am zweiten Wochenende im November statt. Eine feste Größe bei diesem Turnier sind inzwischen der ATSV Sebaldsbrück und weitere Mannschaften aus Bremen, die seit 1995 regelmäßig daran teilnehmen.
Das 11. Pokalturnier am 11.11.2000 fand mit 13 Mannschaften statt, davon 3 Mannschaften des TSV. Seit 2006 dominieren die Carolinensieler Prellballspieler dieses Turnier. Ein Rahmenprogramm mit Boßeln und anschließendem Grünkohlessen trägt dabei zum anhaltenden Erfolg dieser Veranstaltung bei. Diese freundschaftlichen Kontakte werden auch bei entsprechenden Turnieren in Bremen gepflegt.

Der Kader der Prellballer hat sich in den 90er Jahren erheblich erweitert und mit den Kindern der Gründer und deren Freunde hatte auch die Jugend Zugang zum Prellball gefunden. So fand Ende der 90er Jahre ein legendäres Spiel Alt gegen Jung statt. Die „Wild Boys“ mit Markus Doden, Jan Hillerns und Ingo Reinema hatten die„Alten“ herausgefordert. Das Ergebnis war niederschmetternd – für die „jungen Wilden“. In der nächsten Generation wurde eine komplette Mannschaft mit Kai Graalmann, Falko Janssen, Matthias Janssen und Jan Markgraf von der Jugend an aufgebaut.
Als Seniorspieler kam der leider so früh verstorbene Helmut Behrends dazu. Seit 2009 sind die Nachwuchsspieler Jan Focken, Thomas Meents, Eike Ulfers und Enno Mittag dabei und haben sich bereits gut integriert. Neuester Zugang ist Heiko Hinrichs, der als bisheriger Spieler des TuS Oestringen schon ein alter Bekannter ist.

Vereinsintern wird seit 1981 ein Vereinsmeister ausgespielt. Nach einem ausgeklügelten Spielplan wird 2er-Prellball nach dem Prinzip „Jeder mit Jedem gegen Jeden“ gespielt, so dass am Ende der Punktbeste den Traditionspokal erhält. In den letzten Jahren hat Jan Hillerns diesen Titel mehrfach erfolgreich verteidigt.

Insgesamt steht die Abteilung Prellball im Jubiläumsjahr gut da und hofft auf eine erfolgreiche Zukunft gemäß dem Motto und Schlachtruf der TSV Prellballer: „Pip, Pip, Pip“ = Prellball ist prima!

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